Plotlöcher, schiefe Töne und sonstige Unzulänglichkeiten
#11
(04.02.2016, 15:29)Retron schrieb:  Na dann sag doch mal konkret um was für einen Fehler es sich denn handelt.

Es ist nicht so einfach, das in wenigen Sätzen zusammenzufassen. Ich versuche mal, es verallgemeinert darzustellen.

A und B sind Kollegen (genauer gesagt B ist As Vorgesetzter), hatten einen verdammt schlechten Tag und landen zusammen im Bett. Am nächsten Tag hintergeht A B (schwerer Vertrauensbruch - warum sie den begeht, wird nicht erklärt). B findet es heraus und feuert A. A gibt zu, dass es ihre Schuld ist und zurecht gefeuert wurde. (Das sagt sie wörtlich zu einem Unbeteiligten.)
Ein paar Tage später bekommt C - der zuvor suspendiert war - seinen alten Posten zurück (wie und warum wird nicht erklärt) und B ist nun nicht mehr Abteilungsleiter (warum wird nicht erklärt).
A erscheint wieder zur Arbeit (wie sie erfahren hat, dass sie zur Arbeit kommen soll, wird nicht erklärt.) B fragt weder A noch C, warum A ihren Job zurück hat. (Warum wird nicht erklärt.)
A ist plötzlich zickig zu B und beschuldigt ihn, sie grundlos gefeuert zu haben. Er nimmt das so hin und arbeitet weiter mit ihr zusammen. (Warum auch immer er das tun sollte.)
Irgendwann wundert sich A doch, dass sie ihren Job wieder hat und fragt C danach. Sie meint, es fiele ihr schwer, mit B zu arbeiten, denn sie könnte ihm nicht verzeihen. C erklärt, B hätte sie zwar gefeuert, hätte später aber einen Bericht nachgereicht, in dem er sie wieder empfohlen hätte. (Warum C nicht mit B darüber gesprochen hat, wird nicht erklärt.)
A bedankt sich daraufhin bei B, der erstaunt erklärt, er habe einen solchen Bericht niemals geschrieben. (Wieso er daraufhin nicht endlich mal mit C spricht, wird nicht erklärt.)
A wird jetzt erst recht zickig und sagt B gründlich die Meinung. Kurz darauf begreift sie, dass der Bericht nur von D stammen kann, der (warum auch immer) eine Schwäche für sie hat.
D hat sich also in Bs Computer gehackt und den Bericht hinzu gefügt. (Wieso er damit durchkommt - denn er wäre, wäre das Ganze nicht ein einziges riesiges Plotloch - schon damit aufgeflogen, ehe A auch nur einen Fuß ins Gebäude gesetzt hätte, wird nicht erklärt.)

In den Rezensionen findet man nur Bemerkungen darüber, wie schön es doch ist, dass A und C ihre Jobs wieder haben, dass D ein so wundervoller Freund und Mensch ist, und dass B - der an der ganzen Situation, wenn man den Ausgangspunkt betrachtet, vollkommen schuldlos ist - ein A*** ist. Surprised
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#12
Also wenn es sich tatsächlich so schrecklich liest, wie es hier aussieht, ist der Autor genauso schlecht wie seine Kritiker und sie verdienen sich gegenseitig. D Sorry...
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#13
(04.02.2016, 16:38)Retron schrieb:  Also wenn es sich tatsächlich so schrecklich liest, wie es hier aussieht, ist der Autor genauso schlecht wie seine Kritiker und sie verdienen sich gegenseitig.  D Sorry...

Das beruhigt mich ungemein, dass du das sagst. Lol
Denn ja, es ist tatsächlich so schlecht - und man MUSS einfach schon über den Widerspruch stolpern, dass A erst zugibt, zu Recht gefeuert worden zu sein, und dann B beschuldigt, sie grundlos gefeuert zu haben. Der Rest ergibt dann keinen Sinn mehr, selbst wenn man es versäumt, all die Dinge zu hinterfragen, die nicht erklärt wurden (und auch einzeln keinen Sinn ergeben), sich zu überlegen, woher A eigentlich wusste, dass sie wieder zur Arbeit kommen soll (hätte ein Gespräch mit C vorausgesetzt) oder warum D so blöd sein sollte, einen Bericht zu fälschen, wenn nur er dafür infrage kommt.

Dafür muss man kein Experte sein, oder? Surprised
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#14
(04.02.2016, 16:45)Lilian schrieb:  Das beruhigt mich ungemein, dass du das sagst.  Lol
Denn ja, es ist tatsächlich so schlecht - und man MUSS einfach schon über den Widerspruch stolpern, dass A erst zugibt, zu Recht gefeuert worden zu sein, und dann B beschuldigt, sie grundlos gefeuert zu haben. Der Rest ergibt dann keinen Sinn mehr, selbst wenn man es versäumt, all die Dinge zu hinterfragen, die nicht erklärt wurden (und auch einzeln keinen Sinn ergeben), sich zu überlegen, woher A eigentlich wusste, dass sie wieder zur Arbeit kommen soll (hätte ein Gespräch mit C vorausgesetzt) oder warum D so blöd sein sollte, einen Bericht zu fälschen, wenn nur er dafür infrage kommt.

Dafür muss man kein Experte sein?  Surprised

Da ich fürs Schreiben keiner bin... Nixda :d
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#15
(04.02.2016, 16:49)Retron schrieb:  Da ich fürs Schreiben keiner bin... Nixda :d

Da fehlte noch ein "oder" D

Ich hatte noch vergessen, zu erwähnen, dass der Sex IHRE Idee war. Also A gräbt B an, und er sagt nicht nein. Als sie ihn dann beschuldigt, sie grundlos gefeuert zu haben, sagt sie, sinngemäß: "Erst schläfst du mit mir und dann feuerst du mich", also im Sinne von, er hätte sie gegen ihren Willen flachgelegt und danach ad acta gelegt.
Weiterhin, dass D das wusste. Also, dass die beiden miteinander geschlafen haben und dass A B hintergangen hat. Welcher Typ ist denn so masochistisch, dass er seinen Job für eine Frau aufs Spiel setzt, die mit einem anderen vögelt?

Die Figuren sympathisch oder unsympathisch zu finden, fällt sicher in die Kategorie "Geschmackssache", aber ich verstehe dennoch nicht so richtig, wie man A und D jetzt noch sympathisch finden kann (D ist nicht nur doof, sondern hat auch keine Eier in der Hose), während man B als Sündenbock hinnimmt und blöd findet, obwohl das nicht mal das Plotloch hergibt.
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